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Divinity: Original Sin - Eine Liebe mit 1001 Möglichkeiten

Divinity: Original Sin – Eine Liebe mit 1001 Möglichkeiten

Um eins schonmal vorweg zu nehmen, “Divinity: Original Sin – Eine Liebe mit 1001 Möglichkeiten” wird keine klassische Review, eher ein Mix aus Review und Liebesbrief. Dies wird also kein objektiver Text, eher ein kurzer, subjektiv verklärter Monolog darüber wieso ich dieses Spiel so liebe und wieso auch DU dieses Spiel einmal spielen solltest.

Auch wenn der Titel von Divinity es vermuten lässt, es ist nicht das erste Divinity Spiel, nicht Mal in der Timeline der gesamten Reihe. Die Divinity Spiele waren in jeder Iteration ein neues Gerne, mit der Original Sin Reihe, es gibt mittlerweile 2 Ableger, sind wir beim klassischen Rollenspiel mit isometrischer Ansicht angekommen. Ein Pen and Paper Abenteuer am Pc, oder Konsole, worauf ich gleich mehr eingehen werde. Wen der Werdegang der Reihe interessiert sollte bei Youtube das Video “Das totale Chaos der Divinity-Reihe – unnötig kompliziert” von BeHaind schauen, sehr witzig gestaltet und verschafft einen perfekten Einblick in den Werdegang der gesamten Divinity Reihe. Egal, zurück zu meinem Liebesbrief/Review/Gedöns.

Wir haben also ein Rollenspiel der alten Schule. Viel Lesen, viel Reden und viel Story. Wer ein Spiel sucht wo man brain afk, ohne jegliche Strategie, mit jeglicher Abstinenz über die Kenntnisse seiner Skills durch ein Spiel, wie ein Berserker, rennen möchte, der sollte zu Diablo 3 greifen. In Divinity: Orignal Sin werden die Kämpfe nämlich rundenbasiert ausgetragen. Aber ich fange am besten Mal am Anfang an.

Wir fangen, wie bei jedem Rollenspiel, damit an uns einen Charakter zu erstellen. Männlich oder weiblich? Krieger, Magier oder Assassine? Um Mal ein paar Klassen zu nennen. Leider gibt es in D:OS nur eine Rasse, und zwar den Menschen. Ich weiß, langweilig, aber verkraftbar. Wenn wir uns also für Geschlecht und Klasse entschieden haben, dann hat unser Charakter ein vordefiniertes Skill set. Das heißt uns wurden Fähigkeiten und Attribute zu unserer Klasse zugeordnet. Die Hauptattribute sind sehr Standard und quasi in jedem Rollenspiel vorhanden, ich werde sie trotzdem Mal aufzählen, für die nicht ganz so affinen Rollenspieler: Stärke, Gewandheit, Intelligenz, Konstitution, Schnelligkeit und Wahrnehmung. Stärke und Konstitution sind für den Krieger wichtig, Gewandheit für Waldläufer und Intelligenz für Magier.

Das ist alles sehr grob und vereinfacht, da es sehr viele Möglichkeiten gibt sich zu skillen, und vor allem für Neulinge sich zu verskillen. Wer ein Stufe 20 Magier ist, der kann kein Krieger mehr werden. Außer man erstellt sich einen neuen Charakter, aber das ist ja auch nicht der Sinn hinter einer Verskillung. Also, wir haben uns ein Geschlecht, eine Klasse und die perfekte Attributs-Verteilung ausgesucht. Jetzt fehlt nur noch ein Name und das Abenteuer kann beginnen. Ich bin tatsächlich sehr unkreativ und einfallslos bei Namen, was diesen Prozess unnötig kompliziert für mich macht. Aber jetzt haben wir alles gemacht, jetzt kann das Abenteuer beginnen, also wirklich.

Natürlich kriegen wir per Intro die Vorgeschichte zu hören, aber ich spoiler hier keinen. Direkt am Anfang merkt man worauf das Spiel setzt. Auf Erkundung. Larian Studios spricht das Kind, den Rollenspieler und vor allem unsere Fantasie an. Direkt zu Beginn haben wir schon einige Möglichkeiten wie wir Situationen lösen. Wir können nämlich so gut wie jeden Charakter in diesem Spiel töten, wenn wir wollen und stark genug sind. Kampf ist wohl die älteste Methode Konflikte nachhaltig zu lösen. Natürlich haben wir auch die diplomatische Lösung. Diese Methoden sollten jedem bekannt sein. Und alle Methoden die sich dazwischen befinden müssen von uns spielerisch gefunden werden. Ein riesiges Ungeheuer versperrt euch den Weg? Und es ist viel zu stark? Wir wäre es unbemerkt 10 Ölfässer um es herum zu stapeln und diese zu entzünden? Die Explosion hat es an Ort und Stelle pulverisiert. Ihr könnt weiter eures Weges gehen. Das ist nur ein sehr kleines Beispiel wie ihr euch durch die Welt von Divinity: Original Sin bewegen könnt. Euch sind quasi keine Grenzen gesetzt, nahezu unendliche Möglichkeiten. Ein Traum von Rollenspiel, das Morgenland der Spielereien und Zaubereien. 1001 Möglichkeiten dieses Spiel zu spielen. und jede ist anders als die andere. Ihr müsst nicht zwangsweise der Hauptquest folgen. Nehmt doch einfach die Nebenquest in Angriff, oder erkundet einfach die Gegend. Tötet Monster, lootet alles was nicht niet- und nagelfest ist. Räumt Häuser leer, ihr habt absolute Narrenfreiheit. Folgt dem Ruf des looten und levelns, wenn euch die Story nicht interessiert. Es sollte für jeden etwas dabei sein. Spielt euren Charakter wie ihr es wollt. Es existiert kein Meta Game, wie ihr eine Klasse spielen müsst, wie ihr die Story erleben müsst, sondern nur wie ihr wollt. Und mit jedem Level könnt ihr stärkere Ausrüstung anlegen, mehr Fähigkeiten lernen, mächtigere Fähigkeiten lernen. Mehr Fähigkeiten bieten mehr Möglichkeiten, bietet also eine noch diversere Erfahrung in der Lösungsfindung für die Probleme. Wenn euch diese Erfahrung alleine zu langweilig ist, dann ist dies kein Problem! Ihr könnt es zu zweit spielen, ob lokal oder online. Ich habe es zusammen, online am PC, mit meiner Freundin gespielt.

Wie es mit crossplatform aussieht weiß ich leider nicht genau. Dank der Enhanced Edition ist auch Controller Support möglich und wurde somit auf die PS4 und Xbox portiert. Man kann sogar lokal im Splitscreen spielen, diesen Modus habe ich jedoch nicht ausprobiert und kann hierzu kein Feedback geben.

Back to topic: Wir haben sehr viel blödsinn gebaut. Wir haben sehr viel gelacht. Alleine für solche Momente lohnt sich das Spiel. Ausreizen der Grenzen, des möglichen und noch viel weiter. Ich persönlich spiele auch gerne Pen and Paper, was am Ende noch mehr Möglichkeiten bietet, jedoch noch mehr Zeit frisst. Spiele wie Divinity: Original, oder die Pillars of Eternity Spiele, sind genau für solche Enthusiasten, für das pure Rollenspiel Gefühl. Für Puristen die von Anfang an alles selbst bestimmen wollen, ihre Grenzen ausreizen und ihre Fähigkeiten erweitern wollen. Die auf Story, Gespräche und Vielfalt sehr hohen Wert legen. Die für den analogen Spaß mit Würfeln nicht immer Zeit haben, oder einfach nur Mal eben für 30 Minuten in eine andere Welt eintauchen wollen. Diejenigen die selber bestimmen wollen ob die den Guten oder Bösen spielen. Für eben welche denen vorkonstruierte Geschichten, egal wie schön sie auch sind, nicht zusagen, oder eben für den, der einfach nur den größten Blödsinn ausprobieren möchte.

Conclusio

Divinity: Original Sin kann für jeden etwas sein, aber dies muss jeder Spieler für sich selbst entdecken. Der erste Teil wartet nicht mit der 4K HDR Optik auf die einige eventuell gewohnt. D:OS besinnt sich auf das, was Rollenspiele ausgemacht hat bevor es elektronische Unterhaltungsmedien ab: Lesen, Reden, looten und leveln und Rätsel lösen. Wer daran Spaß hat sollte auf jedenfall zugreifen. Oder bei Steam einen Sale abwarten, reinschauen und ggf. zurückgeben.

Ich hoffe dieser Brief hat euch gefallen, falls ja, lasst es mich wissen. Was hat euch gefallen? Was kann man besser machen? Sind solche Arten von Text überhaupt gefragt? schreibt es uns doch in die Kommentare, bis zum, hoffentlich, nächsten Mal!

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